G.Rag & Die Landlergschwister ©Taleofyears

Blasmusik für bessere Zeiten, für die Hoffnung und für unsere Stadt.

„Eine Lebensfreude kann man ja doch nur mit Blasinstrumenten ausdrücken“, schreibt der Münchner Autor Heiner Link in seinem Roman „Hungerleider“. G.Rag & die Landlergschwister ist dieser Zusammenhang wohlbekannt. Mit vier Klarinetten, drei Trompeten, Basstrompete, Tenorhorn und Tuba sind die Blasinstrumente gut vertreten in der Band, nebenGitarre, Banjo, Akkordeon und Gesang.

Mit bis zu 16 Musiker*innen können die Landlergschwister die Freude am Leben sehr überzeugend und mitreißend ausdrücken. In diversen Clubs und Biergärten, unter der Braunauer Eisenbahnbrücke genauso wie im Herzkasperlzelt auf der Oiden Wiesn haben sie das immer wieder eindrücklich gezeigt. In den letzten beiden Jahren war’s dann eher still, und wie es weitergeht, dass ist in den letzten Februar-Tagen des Jahres 2022 auch alles andere als klar.

Aber Lebensfreude, gerade in musikalischer Form, soll und darf eine Stadt, eine Gesellschaft nicht verlernen. Denn selbst nach den schlimmsten Zeiten brauchen die Menschen sie wieder. Die Schäffler haben das mit ihrem Tanz eindrücklich gezeigt.

Auch wir wollen als Band wieder Lebensfreude verbreiten können bei unserem Publikum. Und damit wir das nicht verlernen und unser Publikum erst recht nicht, wollen wir die Lebensfreude aufzeichnen, so gut es nur irgendwie geht. Bis wir irgendwann wieder spielen können bis spät in die Nacht, soll es unsere Musik auf einem neuen Album geben, digital und auf Vinyl. Für bessere Zeiten, für die Hoffnung und für unsere Stadt.

Landlergschwister, oder die kaputte Welt der Volksmusik?

Nichts weniger als den versauten Ruf Bayerischer Folklore und Blasmusik wiederherzustellen ist das Ziel eines weiteren G.Rag-Spin-Offs: G.Rag & die Landlergschwister spielen Landler, Zwiefache, Gstanzln und Wirtshausklassiker & Blasmusik so wie sie sich gehören, rau, schräg, mit/ohne Megaphone und laut. Außerdem spielen die Landlergschwister immer Songs von Hank Williams!

Eine Watsch’n für alldiejenigen Verbrecher, die diese Musik wie eine todgeweihte Sau durch die Dörfer einer virtuellen Fernseh-Voralpenidylle treiben.

(dies ist der am meisten zitierte Text, der unsere hauseigene PR-Abteilung jemals verlassen hat. Feuilletonisten verwenden ihn gerne weiterhin; bitte ja nichts Neues einfallen lassen. Steht leider nicht zum Download bereit. Bitte Copy&Paste. Danke.)

Nichtsdestotroz: Ein paar schöne Pressestimmen:

Gleich danach dürfte das Lauern auf die ironische Brechung einsetzen, die die Verunsicherung in Erleichterung auflösen würde. Mal im Ernst: Das kann doch nur ein Witz sein!
Guido Diesing in Jazzthetik

Diese Musik hat dann ihre schönsten Momente, wenn sie ganz auf ihre Solidität vertraut, keine ironischen Brücken baut, oder sich mit dem sonst üblichen Cross-Over-Schrecklichkeiten aufmotzt. In der Regel vertraut sie hier ganz der Überzeugungskraft bewährter Taktarten und überschaubarer Arrangements.
Ralf Krämer in der Spex

Schade, dass in Österreich kaum jemand derartig hingebungsvolle Huldigungen so patinahaft und doch modern hinkriegt.
Alfred Pranzl im Skug

Und nein, ich versuche erst gar nicht, mich gegen diese Platte zu wehren, so gern ich es aus Gründen misanthropischer Klischees auch täte, denn es braucht echt nur ein paar Sekunden, und schon packt einen dieses wunderliche Münchner Blasorchester mit Extras am Schopf. Nur diese solitäre Trompete braucht es zu Beginn von “Honky Tonkin’”, und ich bin verloren.
Dr. Schrecks kleine Welt der hörbaren Frequenzen

Wichtiger aber noch: G.Rag & die Landlergschwister zeigen auf, dass Blasmusik aus Bayern eben doch keine verstaubte und von Kulturverwaltern abgewickelte Uncoolness darstellt, sondern durchaus auch im Independent-Kosmos funktioniert.
Säm Wagner im TAZ-Blog

Blechbläser, das ist schon erstaunlich, gehen dieser Tage anscheinend immer.
Musikexpress

Und dennoch zeigt sich, dass es die vierzehn musizierenden Freigeister ein ums andere Mal (und somit auch beim aktuellen Beispiel) schaffen, immer wieder neue Klangfarben anzumischen, stets kleine Türchen zu öffnen, von denen man meinte, man habe sie schon durchschritten, nur um danach festzustellen, dass der Raum doch ein neuer ist.
Mapambulo

 

Landlerfrühschoppen © Hagen Keller / Tale of Years

2013 wurden G.Rag & die Landlergschwister für ihre Blasmusik von der Abendzeitung München mit dem Stern des Jahres in der Kategorie „Neue Heimatklänge“ (*autsch*) ausgezeichnet. Außerdem trat die etwas andere Blaskapelle mehrmals im Herzkasperl-Zelt auf der Wiesn auf, einmal sogar gemeinsam mit der SCHLACHTHOFBRONX.

Like some more Landlergschwister in the RE-Mix? Listen how DJ Gringo, Acid Pauli, Rupen & Tomahawk work the Blasmusik of theGschwister!