Foto: Hagen Keller

Das Fan-Portal sub bavaria schreibt über Inpalumbia : „Rührige Band aus München, die Ende der 80er/Anfang der 90er auf keinem Festival fehlten. Einer Ihrer größten Verdienste in dieser Zeit war wohl die Öffnung des Punkrock für Trompete.“

Stimmt irgendwie, aber da war noch mehr: Eine für damals ziemlich einzigartige Mischung aus Punk, Hardcore, New Wave, Progrock, Pop & Noise. Und Theatralik. Und Trompete. Und natürlich waren Inpalumbia eine der besten Livebands der Stadt.

Inpalumbia : 
Andreas Staebler/Stübner: Gitarre, Gesang
Mikel Jack: Schlagzeug
Marc Bücherl: Bass, Gesang
Anton Bücherl: Gesang
Alois Schmelz: Trompete

So (ungefär) fing alles an:

1993: Ernie, großer der Fan der Band Inpalumbia, nimmt eine kleine Erbschaft in die Hand und veröffentlicht die erste  7inch-EP  der Band.

Darauf vier Stücke vom ersten Demo der Band (leider verloren gegangen). Es sind rauere (manche sagen bessere Versionen) der Songs Roundabout, Banker, Why do you love me und Be Seen. Letzteres ist nur auf dieser grün mamorierten, klanglich beschränkten Single zu finden und markiert den ersten Release (GF001) auf gutfeeling records . Vertrieb, PR & Gema waren seinerzeit noch Fremdwörter, daher wurden die 480 Stück Vinyl vor allem auf den Konzerten der Band verkauft.

1994 erschien das Album UNDONE (nicht auf Gutfeeling Records, sondern auf  Paupers Inn Records) mit 19 (!) Tracks. Allesamt Hits. Produziert, aufgenommen und gemischt von der Münchner Punk-Legende  Chris Void, der seinerzeit den meisten Bands der Kulturstation/kafekult-Szene zu Demo- oder Album-Aufnahmen verhalf.  Undone wiederum verhalf der Band zu zu überregionaler Bekanntheit und führte die Band 1996 zu ihrer ersten Tournee nach Polen. Kurz zuvor veröffentlichte das großartige polnische Label Antena Krzyku Undone auch auf Kassette.

1997 reist die Band ein zweites mal nach Polen wo sie unter anderem Support für Alice Donut spielten.

1989 erscheint das zweite Album  STILL UNDONE diesmal Produziert von Justa und wieder bei gutfeeling records (GF003) .Viele sagen, das Meisterstück der Band, merklich reduzierter, ausgefuchster. Einflüsse sollen Steel Pole Bath Tub (Get up) und Jesus Lizard (Trespass) gewesen sein. Der Song Krakow entstand auf der ersten Polen-Tour, die bleibende Eindrücke hinterließ.

Letztes lustiges Lied: Subversion. Unerreicht und gleichzeitig Schlussakkord denn am 7. September 1999 gab die Band ihr letztes Konzert.

2013 erscheint posthum das Live-Doppel-Album Inpalumbia – Live 8/8/98. Zur Release trat die Band noch einmal im Münchner Club Unterdeck auf.

2014 veröffentlicht Antena Krzyku zum 30Jahrigen Label-Jubiläum in ihrem Singles Subscription Club die Songs Room Service und Get Up vom zuvor erschienen Live-Album auf 7″ Single.

2015 veröffentlich Antena Krzyku Still Undone auf Vinyl. Auch hier ließ sich die Band noch einmal zu einem Livekonzert überreden und spielte mit der Band Ply im Hansa 39.

Mikel, Andi & Alois spielen heute bei G.Rag y los Hermanos Patchekos und den Landlergschwistern. Bassist Markspielt bei Bude und neuerdings auch bei den Hermanos Patchekos. Sänger Anton baut Klaviere.

Inpalumbia, as für eine Band. Denjenigen, die dabei waren wissen, wie großartig es war war: Pathos, Energie, Wahn, Akribie, Lust, Hybris, Freude … und soviel Spaß.

„Noch eine lustige Lied, bitte!!!“