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17. Juni 2010 Wir kehren Rom den Rücken, nicht ohne im Auto-, Hup- und Sirenenlärm ein wenig unruhig geschlafen zu haben.
Gesehen haben wir wohl auch nicht viel aber wir waren Geschichtswandeln in Rom. Vorbei an der Mutter aller Autogrills schlängeln wir uns durch die toskanischen Berge. Knapp 500 km und diverse Espressi, die hier ja nur Café heißen, erreichen wir das verschlafene Bergantino. Gar nicht weit von hier hat unsere Tournee durch Italien begonnen aber für Rom war uns natürlich kein Weg zu weit. Mitten im Dorf finden wir die Ungawa Tiki Bar. Man lese das Plakat genau.  Luca begrüßt uns freundlichst und umsorgt uns mit Bier und Panini. Dennoch nutzen wir die Gelegenheit und frischen unser Wissen über die gerade stattfindende Fußballweltmeisterschaft in Südafrika auf. Heute Abend spielt Frankreich gegen Mexico und wir tippen: 2:0 für Mexico. Die machen so gute Musik also können sie sicher auch Fußball spielen.
Die Außenbühne der Tikibar ist heute fertiggestellt worden. Luca hat geschuftet um uns die Möglichkeit zu geben, als erste seinen Wirtsgarten bespielen zu können. Selten haben wir mehr Liebe fürs Detail bewundert. 
Exkurs: Falls der Boss mal eine Faschingsverkleidung suchen sollte, hätte ich einen guten Tip. Aufwand in diesem Fall gleich null.
Kurz bevor die Dos Hermanos die Bühne betreten füllt sich der Laden wie von Geisterhand. Das Publikum ist vom ersten Moment an mit der Musik, grölt und singt mit. Josees extra auswendig gelernter Satz: 'es un onore grande perche siamo i premieri a sonora a un scenario nuovo' reißt die Anwesenden zu begeisterten 'Ungawa' Rufen hin. Mit 'Ungawa' hat übrigens Tarzan im ersten Tarzan Film den Elefanten gerufen und seitdem gilt dieser Ausruf in Hollywood als der Inbegriff exotischer Ausdrucksweise und wird immer wieder verwendet. Luca hat sich, und das beruht auf Gegenseitigkeit, in uns verliebt. Er sagt: 'i have two little stages, your sound is perfect for ungawa' und bittet mehrfach darum, dass wir uns doch melden sollten, wenn wir mal wieder in der Gegend sind. Seine Bar ist seine Mission und er sagt, er hätte im ersten Jahr Schwierigkeiten gehabt, seine Gäste für die dargebotene Musik zu begeistern. Inzwischen spielen die hiesigen jungen Leute selber die Musik, die sie prä-ungawa gar nicht wirklich kannten. 
Irgendwann steht die ganze Flasche zu unserer Verfügung und muß aus unerfindlichen Gründen mit ihren eineinhalb Litern (war aber nicht ganz voll) heute noch leer werden. Sei noch gesagt, dass wir eine Menge Tonträger verkaufen und unterzeichnen. Zwei junge Männer heben G.Rags zerschlagene Drumsticks auf und bitten darum, sie behalten zu dürfen. Ein anderer bleibt mit uns bis zum Schluß, fragt uns über unser Equipment aus und sagt zum BlackRider: 'i play drums and i will practice because i want to play as good as you one day. >>nächster Tag>> Tag 1 | Tag 2 | Tag 3 | Tag 4 | Tag 5 | Tag 6 | Tag 7 | Tag 8 | Tag 9
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