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5. Juni 2010 Für uns bitte auch ein Frühstück.
Ohne Übernachtung. Wir schlafen relativ wenig und eilen vor 10 Uhr zum Frühstück, denn da ist Checkout-zeit! In Halle gehen die Uhren anders und um 37 Sekunden nach zehn blökt es 'Wo sind die Schlüssel?' durch den Frühstücksraum, dessen wild in den Raum gestellte Gedecke wir zum Unmut der Eigentümerin bereits auf zwei Tische konzentriert haben. Um verbale Schlägereien um Gastfreundschaft und das selbstauferlegte Leid eines Gastwirtes zu vermeiden, sputen wir uns zum Einladen. Im Objekt fünf laden wir unser zwischengelagertes Instrumentarium ein und erschrecken ob der überwältigend guten Laune des Reinigungspersonals. Da sagen wir dann mal besser auch gar nichts. Die Strecke nach Regensburg verläuft auch ruhig. Sehr ruhig. Sowohl auf den Straßen, als auch in den Autos ist nichts los. Gar nichts. Es gibt einen Raststopp mit Wurst. Der Buchladen Dombrowsky. Es gibt auch eine Kneipe namens Dombrowski. Aber die ist am Dom und heißt tatsächlich nur deshalb so. Der Buchladen ist in der Fußgängerzone und da dürfen wir erst in einer Stunde rein.
Ulrich Dombrowsky und seine Frau haben uns sofort eingeladen, als wir für unsere Tour dort angefragt haben. Wir haben hier bereits mit Dos Hermanos ein Lesekonzert gepielt, damals war der Laden allerdings ein anderer und wäre mit allen Hermanos bereits voll gewesen. Wir fühlen uns sehr willkommen und gut aufgehoben. Drum gehen wir nach dem Aufbau erst mal ganz gemütlich essen im münchener Hofbräuhaus. Für die Bläser steht Herz auf der Karte. Da heißts zuschlagen! Drei mal Herz mit Kartoffeln und Zwiebeln. Die meisten anderen Hermanos essen Schweinsbraten. Es sind ca. 80 Zuhörer. Und ich meine Zuhörer. Das Konzert ist bestuhlt und die patchekos spielen verhalten und gut. Applausstürme entlocken uns zweimal Zugaben und alle sind aus dem Häuschen, inklusive uns selbst, denn es war ein krönender Abschluß für eine großartige Tour. Wir schlafen im Zehnerzimmer im Hostel, gut und mehrstimmig schnarchend. Ein ausgezeichneter Sonntagsbrunch mit einem herzerweichend guten und üppigen Buffet läutet die letzte Etappe ein, nämlich die nach Hause. Wastl sitzt bereits im Zug nach Zürich, wo er ja nun gerade sein Zuhause aufgeschlagen hat und wir sind innerlich gespalten ob es nun besser ist, heim zu fahren oder ob eine Dauertournee unserer Gesundheit zuträglich sein könnte. Wie jede unserer Tourneen war auch die die Beste von allen. Trotzdem freuen wir uns auf einen Sommer daheim. Alle lassen G.Rag hochleben für die ausgegorenen Reiseplanung und die wunderbaren Clubs, die er auf seinem unermüdlichen Weg, elf Leute auf einmal irgendjemandem, der Konzerte oder ähnliches veranstaltet, schmackhaft zu machen immer wieder findet. Daweil sind wir so pflegeleicht. >>nächster Tag>> Tag 1 | Tag 2 | Tag 3 | Tag 4 | Tag 5 | Tag 6 | Tag 7 | Tag 8 | Tag 9
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