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dritter Tag in Bern

 

30. Mai 2010

 

 Das war ein schöner Abend in Zürich. Manch einer kann sich kaum noch an seinen Namen, geschweige denn an den unserer Musikkapelle erinnern.

 

Frühstück im Hotel St. George und dann los ins El Lokal auf einen richtigen Kaffee und zum Einladen.


Jede freie Minute wird genutzt für die Aufgaben des täglichen Lebens, die Herausforderungen der Lebensroutine, ohne die sich vielleicht der ein oder andere Halt in der real normalen Welt verpissen würde und das Lottern erheitert und erheiternd Besitz von unserem Leben ergreifen könnte. Alois zum Beispiel schreibt Partituren bekannter Musikstücke für diverse Kapellen. Man beachte den wirbelnden Stift in seinen Fingern!

 

Die zu bewältigende Tagesstrecke ist kurz und so besuchen wir den neuen Wohnsitz von Tanja und Wastl in Zürich auf eine Spargelsuppe und Ruhe. Bild in schwarz-weiß. Male Hoss aus! Er freut sich.


Schließlich fahren wir nach Bern und sollen im Rössli spielen, ein Teil der Reitschule. Olli wird uns übermorgen wieder verlassen, deshalb singt er zum Soundcheck noch schnell einen für uns.


Hier im Saal der Reitschule haben wir letztes Jahr die Battle of the Labels bestritten. Mit Mama Rosin gegen Voodoo Rhythm angespielt. Beeindruckender Saal. Superdoc mit Spaceknödel in der Hand findets auch ganz dufte.


Bläserprobe im leeren Saal. Da verschwimmt die Wahrnehmung...

 

An einem Sonntag Abend kommen im Regen erwartungsgemäß keine Menschenmassen aber diejenigen, die den Weg hierher gefunden haben tanzen und klatschen sich die Hände wund. Der Bühnenaufbau ist großartig und Olli hat einen ausgezeichneten Sound gezaubert. Alle geben alles.

 

Lindy Hop zu später Stunde. Diesmal verrenken sich nicht die Hermanos die Gliedmaßen sondern Raul von den Pussywarmers und seine Freundin Theresa schwingen ihre Tanzbeine. Ein Tanzstiel aus den 30er Jahren. Eine Suche im Netz führt zu Videos. Unsere Wahrnehmung ist ein wenig verlangsamt am dritten Tourtag, so dass wir Mühe haben, unsere Augen nicht mit den Beinen der Tänzer zu verknoten.


Und so beschließen wir den Abend verhältnismäßig früh. Die Nacht verbringen wir hinter der Bühne (aber es gibt bequeme Betten), frühstücken entspannt und machen uns gegen Mittag eillos auf die Socken nach Genf.

 

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