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Dos Hermanos in Amerika - Nachtrag Augen zu und durch heißt es dann doch irgendwann.
So wie hier in Amerika Radler und Fußgänger versuchen sollen, blind aneinander vorbeizukommen, mußten wir die Augen zukneifen und wieder in den Flieger nach Hause steigen. Nicht, dass wir uns nicht gefreut hätten. Aber am Anfang dachten wir eigentlich, unsere Zeit in Amerika geht nicht so schnell vorbei. Als die Tournee vorbei war, kam Stella nach San Francisco und wir haben noch ganz wunderbare Tage verbracht, in der Sonnenstadt am Pazifik. Nichts gegen den Englischen Garten, aber einen Strand mit Sonnenuntergang direkt in der Stadt zu haben ist auch nicht schlecht. Wir hatten die Ehre, im Hotel Rex zu wohnen, wo zwei Freunde von uns arbeiten und wir einen erschwinglichen Preis erzielen konnten. Man kann sagen, dass es sich bei San Francisco um eine eher teure Stadt handelt, wobei natürlich der Euro augenwischlerisch für uns alles günstig erscheinen läßt. Wir haben uns zufällig mal eine Wohnung angeschaut. Gutes Viertel, mit Blick ein bischen über die Stadt und auf einen Zipfel der Bucht. 47 m² für 1700 Dollar im Monat. Nein, ich rechne es nicht für euch um. Aber wir haben sie nicht genommen. Im Hotel Rex gab es jeden Abend ein Glas Wein, im Zimmerpreis inbegriffen. Wir haben diese Angebot, wenn immer möglich, gerne angenommen und freitags gabs Streichquartett und Jazzgesang. Man hat die Dos Hermanos überredet, noch eine letzte Show zu spielen. Und obwohl wir eigentlich schon auf Urlaub umgeschaltet hatten, hats nochmal richtig Spaß gemacht. Singen, ersteigertes Equipment bearbeiten und jede Menge englisch brabbeln über die Entstehungsgeschichten von Songs, unsere Reise, die Kälte daheim und ähnlich weltbewegende Dinge. Nachdem G.Rag seine Eimerbatterie bereits verschenkt hatte, hat er auf Plastikeimer zurückgegriffen und durfte auf hoteleigenen Sektkühlern spielen. Wir haben unsere Aufgabe mit Bravour gemeistert und obwohl die Gäste nicht übermäßig zahlreich waren, kamen wir noch einmal in den Genuß, eine Zugabe spielen zu dürfen. Ein letztes Mal packen wir zusammen... ...und gehen mit Andy, ein Freund aus alten Tagen, in den Boat Club. Hier wollte der BlackRider eigentlich gerne spielen, hatte aber nicht geklappt. In den Boatclub kommt man nur als Mitglied und als solches muß man natürlich Bootsbesitzer sein. Wir dürfen als Gäste eines solchen eintreten, holen uns ein Bier und betrachten von der Terrasse über dem Wasser aus die Skyline von San Francisco. Dann sind unsere Tage gekennzeichnet von Frühstück, Fußmärschen, Platten kaufen, Hosen suchen und Tagesausflügen. Die Dos Hermanos bedanken sich für die Aufmerksamkeit und das Mitfiebern der werten Tagebuchleserschaft und sagen schon heute: In Amerika waren wir nicht das letzte Mal. >>von vorne >> Tag 1 | Tag 2 | Tag 3 | Tag 4 | Tag 5 | Tag 6 | Tag 7 | Tag 8 | Tag 9 | Tag 10 | Tag 11 | Tag 12 | Tag 13
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