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Zwölfter Tag in Amerika

Tag 14 in Amerika

 

Von Santa Cruz nach Monterey. Gute 50 Meilen, knappe 90 Kilometer. In den Bergen von Monterey brennts,

am Tag drauf soll man hier nicht fahren, weil es wegen eines Radrennens zu Behinderungen kommen kann. Wir fahren Auto und behindern tut uns auch niemand also sind wir trotz einem kurzen Halt am Strand rechtzeitig vor Ort.


 

Nein, und diese Frage hatten wir natürlich auch als erstes auf den Lippen (schon allein wegen der Namensaffinität), es gibt keinen José. Wohl hat jemand das Etablissement vor ca. 20 Jahren von einem eben solchen erworben aber er weilt bereits nicht einmal mehr unter uns. Trotzdem ein schöner Ort, fast direkt neben der Cannery Row, dem touristischen Zentrum Montereys. Oben Mexikaner, unten Lounge (daher der Name Lounge Underground).


 Optimale Größe, liebevoll gestalteter Raum. Einziger Nachteil: es gibt zwar Getränkegutscheine, die gelten aber ausschließlich für Budweiser. Amerikanisches natürlich. Trotz allem guten Willen bleiben die Getränkegutscheine übrig. Und es sind eh nur zwei pro Person. Unser Veranstalter kennt die Misere allerdings und gibt uns zum Konzert ein örtliches Bier aus.


Sightseeing wird schwer vernachlässigt. Ein Zug. Der hat wohl mal ehedem jede Menge eingedosten Fisch aus dem Mekka der in Blechschachteln verpackten Meerestiere überall anders hingefahren.

Wir hatten allerdings heute in Santa Cruz genug Zeit zum schlendern, shoppen und Kaffeetrinken. 


Heute Abend spielen drei Bands und wir müssen als letztes auf die Bühne, weil wir all die ganze Presse abbekommen.


 Mehrfach. Also mal sehen, diesmal kann ja dann wohl nichts schief gehen.


Good Sams Band eröffnet den Abend mit countryeskem Hillbilly. Wunderschön intoniert und gesungen. Hier ließ sich bis zum Schluß die Frage nicht klären, wer in der Band denn Good Sam ist oder ob er gar auch überhaupt nicht existiert.


Nach der zweiten Band, auch zweimann, die mit lauten Wüstenklängen die Gäste schmachten lassen, entern die zwei Hermanos die Bühne und schaffen es, die vor der Tür sitzenden Menschen hineinzulocken und Partystimmung zu entfachen. Zum Schluß tanzen alle und es ist das erste und wird das einzige Mal in Amerika bleiben, dass die Massen nach Zugaben verlangen.


Verbrüderungsszenen, wie hier mit dem Sänger und Gitarristen der zweiten Band, Massentonträgerverkäufe und Ausgelassenheit kennzeichnen den restlichen Abend. Was eben noch unter vorgehaltener Hand diskutiert wurde, mutiert unter Einfluß von zwei Gramm Euphorie zu Nägeln mit Köpfen: Wir fahren wieder nach Amerika. 

 

 

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Kommentare
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O-Ye(ah)   |28.10.2009 08:49:16
Dos Harmanos at Jose's - geht's noch passender? Und des auch noch schwarz auf
weiß in der montereycountyweekly! A Wahnsinn! Don't miss to greet Seehunde at
Pier39 ... und verdiente Kohle aus ungebremstem Tonträger-Verkauf sofort in
5-Tage-Muni-Pass für grenzenlosen CableCar-Spass investieren! Die
Daheimgebliebenen grüßen neidvoll!
doc  - wtf   |28.10.2009 11:47:18
the strokes? ha. hahahahahaha.
DJE   |28.10.2009 17:02:56
Das kommt wohl daher weil sie solche BIGSTYLER und HIPSTER sind...
inkamaria  - Presse   |28.10.2009 13:51:58
the real-life brothers...?! hmmm, nice try! ansonsten: gutgutgut, die hermanos
rocken sunshine california...:P
Tom  - Big Sur   |28.10.2009 19:56:12
ihr rocker, wart ihr eigentlich schon surfen? das gehört da doch einfach dazu,
oder? Wobei ihr natürlich auch so viele schöne abenteuer erlebt.
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