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Tag 3 in Amerika Wir haben einen entspannten abend mit 'The champagne of beers' hinter uns. Miller. It's not good but cheap, wie wir lernen dürfen.
Es geht relativ früh auf die Straße, denn wir haben einen 340 Meilentrip vor uns, ca. 540 km durch die Wüste Arizonas. Hier im Rückspiegel, das sind wir. Sonnenbrillen gezückt und bei 78 Grad Fahrenheit rein ins Auto, Sonnendach zu und Kimaanlage an. Mit 75 mph rasen wir durch den Sand, vorbei an Kakteen, Autowracks und Reifenfetzen am Straßenrand.  Wir nehmen eine mittelmäßigen Burger am General Patton Memorial Museum, genießen den Blick auf Panzer aus den unterschiedlichen Kriegen der Vereinigten Staaten und genehmigen dem Auto einen Schluck Benzin, der Gallonenweise in den Tank gurgelt. Unser Ziel ist Pomona am Rand des Molochs Los Angeles, Vorort nennt man es wohl, wobei, und da erzähl ich wohl nichts neues, die flächenfressende Engelsstadt aus kaum etwas anderem als diesen besteht. Unser Club des Abends ist die Wine Bar. Wir werden begrüßt von Johnny, unserem Geschäftsführer und Wirt des Abends, der uns aufklärt, wieviele Weine und unterschiedliche Biere er uns präsentieren kann. Nach zwei kleinen Flaschen von örtlichen Brauereien ist das Eis gebrochen und er möchte uns 'Ruthburger' anbieten. Ein Bier aus Bayern, wie man uns sagt, mit dessen Namen wir allerdings nichts anfangen können, bis wir die Flasche eines Kloster Reuthberger Bocks vor uns stehen sehen. Wir präferieren ein frisches Döschen aus Hawaii. Zum Zeitvertreib versuchen wir unser Equipment spielbar zu machen und G.Rag ist stolz auf seine neue Blecheimersammlung.  Sieht alles fast aus, wie daheim. Die Freundlichkeit der Menschen ist überwältigend. Der Zigarettenverkäufer hat nur noch eine Schachtel der gewünschten zwei einer Zigarettenmarke und bringt 10 Minuten später prompt die zweite in der Wine Bar vorbei. Der Besitzer des Ladens will, dass wir in San Francisco bei seinem Freund in der Bar spielen, ohne uns je gehört zu haben. Unser Equipment wird bestaunt und alle Telefone und Twitterfacegebookten Multimediamessagesysteme laufen heiß, um schnell noch Leute für den Abend zu mobilisieren. Wir spielen nach einer Singer Sonwritereinleitung eines örtlichen Sängers und vor Crator Creator aus Pomona, deren Sänger Alberto uns eingeladen hatte, ein kurzes aber knackiges Set. Schwierig auf ungewohntem Instrumentarium aber offensichtlich überzeugend. Ca. 50 Gäste sind aus dem Häuschen und von 'awsome' bis 'you are going to be a big shot' ist alles dabei. Händeschütteln, Schulterklopfen, namentliches Vorstellen kennzeichnen den weiteren Abendverlauf. Herr Kräftner hat uns daheim noch mit auf den Weg gegeben, wie seltsam es doch sein könnte mit amerikanischer Musik nach Amerika zu fahren. 'Thank you so much for coming up with something new!' ist die Antwort vor Ort. Tonträger fließen in Massen aus unseren ohnehin geringen Vorräten und wir denken bereits am ersten Tag an Rationierung. Tourstart perfekt geglückt. >>nächster Tag>> Tag 1 | Tag 2 | Tag 3 | Tag 4 | Tag 5 | Tag 6 | Tag 7 | Tag 8 | Tag 9 | Tag 10 | Tag 11 | Tag 12 | Tag 13
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