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G.Rag y los Hermanos Patchekos beim Folkfest Rudolstadt 2002

Hoss und die Hermanos in Rudolstadt. 

 

Die Hermanos in Rudolstadt
 

 

Ansichten eines unbekannten Zeichners

Freitag 

Am 5. juli 2002 starten ich, g.rag und die hermanos, um am tanz & folkfest rudolstadt sowohl als "künstler" (mit grünen künstlerbändchen ausgestattet) als auch als gäste teilzunehmen. obwohl es bereits das zwölfte ist, weiß keiner von uns wirklich, was uns dort erwartet. also:
überraschen lassen.
ein riesiges festival in einem kleinen städtchen mit einer burg, einem park, einem fluss,... und dem tanz und fohgkfest mittendrin.

am freitag wird erstmal das ganze gelände besichtigt, die fressstände und die dort angebotenen roster getestet, im heinepark an der saale gesessen, stimmung genossen, musik gehört, vor flöten geflüchtet, über unordentliche böden gelabert, hippie-familien mit massig kindern im gepäck, welchen schon mal vorsichtshalber kontakttelefonnummern auf den arm tätowiert wurden, beobachtet. wie friedlich ein solches fest doch sein kann; und gebatikt!
nach Willy deVille einem ketterauchenden stimmen- ungeheuer verabschieden sich die meisten hermanos patcheko ins zelt oder den bus. der nächste tag wird anstrengend, also bald in die heia.

Samstag

am samstag morgen besorgen mikel und ich erst mal frühstücksverpflegung (semmeln, käs, palette kaiserkrone...), denn schließlich soll heute alles super werden, wirds dann auch:

nachdem die navajo-punkrocker blackfire mit indianer-getanze und punkrock dem vom fohgk geplagten publikum kräftig einheizten, ist erst mal aufbau und soundcheck stress angesagt, eine knappe dreiviertelstunde bleibt uns zeit fürs instrumente und bier auf die bühne tragen und den restlichen schnickschnack. danach ist das zelt dann gut gefüllt mit folkies, die unseren beitrag zum rock´n roll in rudolstadt mit tollem getanze und jubelgeschrei quittieren. da kommt superstarfeeling auf. mein gott, ist das superschön. Alois winkt gerührt in die tobende menge.
der strenge zeitablaufplan für die bühne erlaubt uns dann leider nur eine zugabe, aber es war ein riessenspass. unsere schallplatten finden dementsprechend reissenden absatz, ich darf mein erstes interview geben und von der hübschen navajo-punkrock-bassistin komplimente ob unseres tollen gigs entgegennehmen. unsere ´änatschih´ sei einfach überwältigend. Indianer dürfen solche komplimente machen, ohne dass man schreiend davon rennen muss.


nach so einer sache kann man sich dann auch gleich der mucke von Danyel Waro und seinen trommlern aus reunion viel relaxter hingeben. danach gehts zur großen bühne im heinepark los de abajo beim 2 stunden vollgasgeben zuschauen. partykiste auf, einmal reingreifen und hinein damit ins publikum.
eigentlich wars das jetzt möchte man meinen, es ist fast 3.00 uhr morgens, doch was hört man da? aus dem catering zelt kommen heisse rhythmen rüber. es folgt ein keine ahnung wie lange andauernder jam mit dudelsack, quetschn, ukulele, trompete, maloya-gesänge, flöte, und, und, und zu wildesten handgemachten grooves. es ist der wahnsinn, welche lektionen im spontan- extrem- mukkemachen da die leute um danyel waro, von los de abajo, einigen musikern von l´occidentale de fanfare usw. abhalten. irgendwann um 5 oder sowas gings dann zurück ins zelt oder ins luxuriöse hotel, je nachdem.

Sonntag

am sonntag kann man sich dann beim abschlusskonzert nochmal die musiker reinziehen, die am wochenende hier fohck und sonstiges gespielt haben und so gibts doch noch eine gelegenheit, m. a. numminem bei zwei nummern zuzuhören und den samba- tänzerinnen und tänzern zuzuschauen.

ansonsten ziehen es die hermanos vor, ins schwimmbad zu gehen oder auf der burg abzuhängen (kleines bluegrass-einmaleins von und mit lynn morris und ihrer band) und sich auf den bevorstehenden gig im stadthaus mental vorzubereiten, schließlich sind wir durch die abwesenheit von alois heute abend extrem geschwächt und das publikum wird zum großteil aus musikern bestehen, denen wir gestern nacht noch mit bewunderung lauschten. doch im großen und ganzen ist dann auch das kein problem, die leute wollen tanzen, coole mucke hören, feiern, sich mit groupies vergnügen, ... und dafür liefern wir Ihnen das passende rahmenprogramm.

schön wars mit g.rag und den patcheko hermanos im fernen thüringen.
zitat ernie: "wo einen der rock ´n roll überall hinträgt, kaum zu fassen. Wos für a kaltscha-kläsch!" (ernesto prägt gerne so aussagekräftige begriffe. bavarian english für: culture clash)

  

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