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3. April 09: Tag 8

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Aufgeregt wird telefoniert als sich auf einer Raststätte bereits der Duft des Meeres durch den Benzinmief schleicht. Wir sind guter Dinge, denn das Wetter läßt uns die Jacken ausziehen und ein Hauch von Frühling breitet sich aus.

 

 

handychef again

 

In Ancona führt uns unser Weg wieder weg vom Meer ein Stück ins Landesinnere in ein malerisches italienisches Städtchen namens Jesi. Friedrich der zweite, so heißt es, ist hier geboren und die mittelalterliche Stadtmauer umschließt das auf einem Hügel gelegene Zentrum des Ortes. Wir sind begeistert, als sich unser Auftrittsort für den Abend vor uns erhebt. Gran Teatro!

 

 

wow

 

Wundersamer Weise stellt sich heraus, dass wir gar nicht hier spielen, sondern in einem Kellergewölbe unter der Erde.

 

 

That's more like it

 

Ein Kaffee auf der Piazza entspannt uns, bevor wir unser Equipment über steile Treppen in den Keller tragen, ohne uns den Kopf zu stoßen, jedoch aufmerksam feststellend, dass es hier unten kälter ist als draußen.

 

 

Caffee

 

Also stellen wir uns noch ein bischen vors Hemmingway und bewundern die freiluftige Lebensart der Ortsansässigen. Musik unter freiem Himmel bis in die Puppen. Äußerst entspannend für die durch die ständige Kälte uberstrapazierten Kopf-in-den-Nacken-zieh-Muskeln.

 

 

treppen-äh-witz

 

Nun können wir diesmal kein Bild der Bühne mit unserem Equipment machen, weil zwei Vorbands angekündigt sind und wir die schwierige akustische Situation im Kellergewölbe mit einem Linecheck meistern müssen. Doch dann geht alles blitzschnell und alles steht Kopf, als wir einige Songs spielen und alle singen bis zum Schluß mit. Hier treffen wir einige Gesichter, die uns bereits letztes jahr in Guspini, Sleepwalkerfestival auf Sardinien, begegnet sind. Sie sind erneut begeistert und kaufen, wofür damals im Olivenhain das Geld nicht reichte. Bed and Breakfast in der Stadtmauer! Eine wunderbare Nacht, wir träumen von Friedrich dem zweiten und wie er wohl unserem Minnegesang gegenüber gestanden hätte.

 

 

bueno

 

 

nobsl is watching you!

 

Und dann ist es am nächsten Morgen endlich soweit - wir stecken unsere Finger in Salzwasser und schnippen mit den Zehen in den Wellen des Mittelmeeres. All das natürlich nur fürs Bild und dann gehts auch schon weiter, vorbei an italienischen Supermärkten, zurück in die Schweiz, nach Lugano.

 

 

yesss