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Kölner Stadtanzeiger: G.Rag y los Hermanos Patchekos - Cadeau Bizarre |
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Bierzelt Blues Eine Platte, die fälschlicherweise zwei Jahre lang im Regal neben Calexico überwintert, muss was haben. Die Platte hieß "O321H" und stammte von G.Rag y los Hermanos Patchekos. Hat ein bisschen gedauert, bis ich realisiert habe, dass diese Brüder aus Munich/Germany kommen - eine Kapelle, die die Herren Convertino und Burns vom Fleck weg für ihre Tourneen verpflichten sollten. Auf wundersame Weise finden auf dem neuen G.Rag-album "Cadeau Bizarre" karibische Steeldrums, niederbayrisches Gstanzl, Mariachi Swing, Jonathan-Richman-Pop und zahlreiche vergessene hausmusiken zusammen. Nicht zu vergessen das Hank-Williams-Cover "Ramblin' Man" und der handgeschnitzte Bierzelt-Blues, den keiner im Städtchen mehr so herzzerreissend gespielt hat seit Thomas Meineckes FSK. Die Wahrheit ist die: Los Hermanos Patchekos haben die Spielwarenabteilung vom Karstadt ausgeraubt und klappern nun holterdipolter auf ihren neuen Instrumenten herum. Wenn dabei noch ein Song wie "Temps Perdue" herauskommt, ist die Welt ein bisschen besser geworden. Wir möchten dem Trompeter danken, den sie nur "die Sau" nenen, weil man weinen muss, wenn er spielt. Frank Sawatzki "Cadeau Bizarre" (Gutfeeling/Hausmusik)
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