En Route 2011 – Von Lugano nach Genf

Unsere Bedenken bezüglich der Strecke Lugano-Genf erweisen sich als unbegründet. Die Autobahnen sind so gut wie leer und wir fahren einmal mehr quer durch die Schweiz. Pünktlich wie immer reiten wir ins Bains de Paquis, wo man schon mit einem kleinen Boot auf uns wartet. Das “Bateau” fährt unser Equipment zu dem inmitten des Lac Léman gelegen Seebads aus Sichtbeton. Fast hätten wir Kräftners Hund nicht gebraucht.

Leichtmatrose an Deck

Das Wetter geht gerade so und wir hatten schon die Befürchtung, dass das Konzert Buchstäblich ins Wasser fällt. Aber die Show findet statt und die Wolken verziehen sich mit dem ersten Ton der Patchekos: Dann feinster Sonnenschein. Das Bühnenoutfit aus kurzer Hose, Sonnenbrille und Badeschlappen passt perfekt. Illustere Gäste, wie David und Julian (Tonmeister und Schlagzeuger von Pierre Omer finden sich ein) und die als Caribbean Trash Orchestra (französisch ausgesprochen) angekündigte Band spielt nachmittäglich entspannt, leicht, sommerlich und so gut wie nie auf dieser Tour.

Mirror 2011 Revisited!

So gut, dass tatsächlich CDs in zweistelliger Höhe den Besitzer wechseln. (Zur Erinnerung: Wir befinden uns in Genf!). Glupperl und Glapperl werden immer frecher und besteigen bei der Zugabe das Dach der Umkleidekabinen und tröten von dort aus. Sowas kommt natürlich fantastisch an. Nach dem Konzert gibt es ein leichtes Mahl bestehend aus Poulet, Grünem Spargel und Reis (mit Rosinen).

Manger!

Aufgrund des frühen Konzertbeginns um 17.00 Uhr haben wir genug Zeit unseren Schlafplatz zu beziehen und die Fahrzeuge zu parkieren (Genf!). Dabei liefert José eine absolute Meisterleistung ab. Mit je zwei Fingerbreit zum nächsten Auto stellte José den Dodge sogar fußläufig zum Pennplatz ab. Wahnsinn.

La Paloma!

Noch genügend Zeit, die Stadt mit Julien zu erkunden, landen wir imL’ecurie, wo die Patchekos, auch schon mal aufgetreten sind. Im Saal spielt ein Experimental-Duo, bestehend aus Harfe und E-Gitarre mit Geigenbogen malträtiert. Wir scheuen uns das nicht an, sondern trinken draußen schönes Bier und einige diskutieren angeregt über das Thema „Was ist Musik?“.

Schließlich stößt noch unser Lieber Freund Pierre Omer zur Gesellschaft und es bleibt ein sehr unterhaltsamer Abend. Wir wanken beseelt zu unserem Schlafplatz…

28. Juni 2011 - G.Rag y los Hermanos Patchekos, Tourtagebücher