Dos Hermanos in Neuseeland – Whanganui

Well. Aufstehen. Frühstück nochmal im Le Café bei Peter. Adieu Südinsel.

 

Bevor wir allerdings die Fähre, den Interislander nach Wellington befahren, noch einen Blick auf eines der letzten erhaltenen Einwanderungsschiffe, die Edwin Fox. 4 Monate auf beengtestem Raum. 8 Toiletbuckets für über 120 Leute. Da mußte man schon wissen, was man will…..

 

Es ist bedeckt, die Wellenvoraussage sagt 2-3 Meter… Wir fahren eine Stunde lang durch die Marlborough Sounds bevor uns das offene Meer schaukeln läßt.

 

Das erleben wir allerdings beschäftigt unter Deck. Wir intonieren zu dritt einige Klassiker zum Takt des Wellengangs. Fantastisches Konzert, die Massen toben wie das Meer.

 

Wir nähern uns Wellington. Man sieht nicht viel außer Matrosen mit Mützen im Nebel.

 

Knappe 3 Stunden Fahrt trennen uns von dem 2 Auftritt des Tages. Ein kurzer Stopp in ‘Bulls’, inklusive einem sehr schlechten Burger am Straßenrand. Diese Kleinstadt ist unglaublich stolz auf ihren Namen – alles wird verbullt. Bulls Library: Read-a-Bull, Bulls Museum: Memor-a-Bull, etc….

 

Space Monster, Whanganui. Besetzter Raum im ehemaligen Zeitungsgebäude. Man legt uns nahe, im Supermarkt Bier zu holen, denn in diesem Club gibts nichts zu trinken. Wir vertrauen auf den Musikerbonus und darauf, dass uns irgendjemand etwas abgibt.

 

Wir eröffnen. Auch wenns auf dem Bild nicht so aussieht, wird getanzt und geplärrt. Eine erfundene Geschichte jagt die andere.

 

Unser Running Gag ist, dass wir extra ein Lied einer australischen Band einstudiert haben und einen Gewinn ausloben, wenn jemand die Band erkennt. Bisher hat niemand gewonnen, obgleich die Band bei uns in den Charts war. In den 80ern. Wurde das nicht zu einem früheren Zeitpunkt schon mal erwähnt?

 

Also weitergeheizt und überall mal schnell Raserei ausgelöst. Nach uns spielt Delaney die Leute zur Weißglut.

 

Als wir zur Erholung Luft schnappen, überfallen uns die örtlichen Youngster. HipHop gegen Anzüge. Wir verstehen nur die Hälfte. Namedropping läßt das Eis schmelzen. G.Rag wird aus Respectgründen in G.Radd umbenannt, einer der jungen Leute heißt G.Loke, ein anderer Chosi. Unglaubliche Gespräche voller ‘mean’ und natürlich unaufhörlich ‘f…’. Man trinkt aus Rucksäcken mit Schläuchen.

 

Wir sind am Ende alle gute Freunde. Das kann man gar nicht wiedergeben. Sowas hat man noch nicht erlebt. Wie, zum Beispiel, sagt man ‘f…’ auf Deutsch? Was soll man da antworten? Eine wirklich verrückte Nacht geht zu Ende. Wir müssen so viel lachen….

25. Januar 2013 - Dos Hermanos, Tourtagebücher

Tags:

  • doc

    ich geh mal davon aus, dass du den mr. robot gegeben hast, right mate?

  • Daniel Kappla

    was trinken die aus Rucksäcken? Bier, Wein oder gar Obstler?

  • Senorburns

    men at work? crowded house? in den charts mein ich, nicht im rucksack…

  • Alois

    Wenn in den Rucksäcken Obstler war, bitte einen davon mit nach Hause bringen…