Lovebrain and Diskotäschchen

Lovebrain´s Rose of Agra, Stringlane and Diskotäschchen, Mount Blakelock und die Orden der Nacht, supported by 85/86 CC, unspoken Space at Kreuz Giesing

Lovebrain´s Rose of Agra, Stringlane and Diskotäschchen, Mount Blakelock und die Orden der Nacht, supported by 85/86 CC, unspoken Space at Kreuz Giesing

So und nicht anders lautet der offizielle Titel dieses Albums. Auch wenn der Bandname viele Worte macht, bleibt die Musik instrumental. Dennoch erzählt sie eine Geschichte: Nämlich die des Münchner Musikers Mathias Götz.

Mathias Götz spielt Posaune: In seiner eigenen Band Le Millipede, beim Alien Ensemble, bei G.Rag & die Landlergschwister und bei der Hochzeitskapelle. Aus dem AlienTransistor-Kosmos der Gebrüder Micha und Markus Acher sind Mathias Götz und seine Posaune nicht mehr wegzudenken.  Doch warum nun noch eine weitere Band? Warum Lovebrain and Diskotäschchen?

Als großer Freund von Duke Ellington’s Far East Suite, feinen Streicherklängen und kollektiven Improvisationen, wollte Mathias Götz seine eigenen Kompositionen in neuer Formation im neuen Gewand darstellen – kammermusikalisch, mit vielen Freiheiten im Ensemblespiel. Das kollektive Improvisieren von rhythmisch stoischen bis verspielten Fugen und mehrstimmige Streicherflächen in Synthie-Manier ist Markenzeichen der Band und klingt daher ganz anders als die Formationen Le Millipede, Hochzeitskapelle oder Alien Ensemble wo mit ähnlichem  Personal an ähnlichen Klang-Konzepten geforscht wird. Aber eben mit ganz unterschiedlichen Ergebnissen.

Die  musikalische Vergangenheit von Mathias Götz ist bewegt. Als er von dem Kurator Stefan Nölle zur Jazzreihe Be my Guest eingeladen wurde, einen Abend zu gestalten, hatte Götz die Idee zu einer Werkschau, bei der eine Reihe seiner Kompositionen wieder zu hören sein  sollten. Gespielt in verschiedenenen Besetzungen und Genres, veröffentlicht auf verschiedenen Labels und Medien wollte Götz die unterschiedlichen Handlungs- und Zeitstränge zusammenführen, komprimieren und neu erzählen. Als Ergebnis dieses Prozesses liegt nun das Album der Band Lovebrain ́s Rose of Agra, Stringlane and Diskotäschchen, Mount Blakelock und die Orden der Nacht, supported by 85/86 CC, unspoken Space at Kreuz Giesing vor.

Und das Album blick weit zurück: 2002 veröffentlichte Götz mit seiner Band Windstärke 4, einem Jazz-Septett (Rhythmusgruppe und vier Bläser) das Album Lunar oder Solar? beim Mannheimer Label Jazz ́N`Arts Records. Das gleichnamige Titel-Stück ziert nun im neuen Gewand das Lovebrain and Diskotäschchen Album ebenso wie das Titelstück der zweiten Veröffentlichung von Windstärke 4: Ein Blick ins Spinnennetz .

Das nächste Projekt von Mathias Götz hieß RoBErT GoEtZ . Das Album Macht Sich Auf Den Weg erschien 2007 bei Swimmingpool Productions auf Vinyl und bestand ausschließlich aus Götz’ Stimme. Drei Neubearbeitungen (auf CD, bzw. zwei auf Vinyl) dieser Kompositionen fanden ihren Weg ins Diskotäschchen.

Dann war erstmal Funkstille, bis Micha Acher Mathias Götz für sein Alien Ensemble verhaftete und bei Mathias Götz wieder Schaffensdrang entfachte. Erst beim gescheiterten Major-Poptraum WEITER, dann bei der Band Le Millipede, mit der Mathias Götz beim Acher-Label AlienTransistor veröffentlicht.

Um diese eigene Schaffensgeschichte nachzuerzählen hat Mathias Götz nun die Band Lovebrain ́s Rose of Agra, Stringlane and Diskotäschchen, Mount Blakelock und die Orden der Nacht, supported by 85/86 CC, unspoken Space at Kreuz Giesing gegründet. Das Personal spricht für sich:

 

Mathias Götz: Posaune, Percussion, Komposition & Arrangement (Le Millipede, Alien Ensemble, Landlergschwister, Hochzeitskapelle)

Evi Keglmaier: Bratsche. (Mrs. Zwirbel, Hochzeitskapelle.)
Maria Hafner: Geige. (Mrs. Zwirbel)
Andreas Höricht: Bratsche. (Modern String Quartett)
Micha Acher: Sousaphon. (The Notwist, Alien Ensemble, Hochzeitskapelle, Landlergschwister)
Andy Haberl: Schlagzeug, Glockenspiel. (The Notwist, Alien Ensemble, Andromeda Mega Express Orchestra.)

Am 2. Juni 2017 erscheint das Album bei Gutfeeling Records auf CD und Vinyl.

 

1. Februar 2017